Archiv der Kategorie: In Deutschland

Eine Woche Deutschland

Kulturschock mal andersrum: wir waren eine Woche auf Heimatbesuch! Wir sind bei super Wetter losgeflogen sodass man die ganzen Berge um Vancouver sehr gut von oben sehen konnte:

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In Frankfurt wurden wir dann von einer grauen Wolkendecke empfangen und schon von oben ist uns aufgefallen wie dicht hier doch alles beeinander ist (Felder, Siedlungen, etc.). Zuhause wurden wir dann von Familie und Freunden super nett empfangen und es war ein freudiges Wiedersehen:

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Und natürlich haben wir die badische Küche sehr genossen:

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Auch auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt waren wir dieses Jahr gefühlte tausend mal:

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Normalerweise bin ich nicht so begeistert davon aber es ist schon schön ein bisschen weihnachtliche Stimmung zu haben. Die kommt in Vancouver nicht so wirklich auf – da hilft auch der German Christmas Market nur begrenzt. Und natürlich fehlen die Nürnberger Lebkuchen in Kanada. Aber dieses Jahr konnten wir vorsorgen. 🙂

Und dem Münster haben wir natürlich auch einen Besuch abgestattet:

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Es ist ja nicht so dass wir einen richtigen Kulturschock bekommen hätten, schließlich kennen wir Deutschland ja, aber manche Sachen sind uns etwas bewusster geworden. Zum Beispiel dass da ganz schön viele Leute auf ganz schön wenig Raum zusammenleben. Alles ziemlich gedrängt. Oder dass es super viele Straßen gibt. Und Umgehungsstraßen. Und Umgehungsstraßen für die Umgehungsstraßen, sodass man keinen Kilometer zuviel fahren muss. Deutsche Effizienz. Und irgendwie haben wir Deutschen es auch mit der Schuld. Die muss festgestellt werden. Oder von sich gewiesen. Oder jemand anderem gegeben. Wenn es ein Problem gibt, dann muss man unbedingt herausfinden wer es denn jetzt genau verursacht hat.

Es war also sehr interessant mit etwas Abstand die Heimat zu besuchen und viele Eigenarten und auch tolle Seiten von Deutschland etwas klarer zu sehen. Aber von einer Sache waren wir definitiv sehr begeistert: dem Essen. Es geht halt nichts über die heimische Küche!

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Freiburg

Da es am Montag bei mir mit der Arbeit als Softwareentwickler bei Layer 7 losgeht, wollten wir die letzte freie Woche noch nutzen und haben uns kurzfristig entschlossen nach Freiburg zu fliegen. Das war alles relativ knapp: Am Donnerstag Mittag den Arbeitsvertrag unterschrieben und ein Konto eröffnet, danach zum Flughafen gefahren und einen Flugschein gekauft, am Freitag um 16:00 Uhr in Vancouver abgeflogen und am Samstag um 11:00 Uhr in Frankfurt gelandet. Von Frankfurt hat uns eine gute Freundin nach Freiburg mitgenommen – direkt zur Hochzeit von zwei Freunden und gerade noch rechtzeitig zu Beginn des Traugottesdienstes. So konnten wir noch mit unseren Freunden bei genialstem Freiburger Wetter auf St. Ottilien feiern:

Wir kennen das mit den Heimatbesuchen ja nur von Freunden. Wenn die nach Hause kommen bedeutet das vor allem immer eines: Freizeitstress! Da wird alles durchgeplant und jede freie Minute genutzt um so viel Leute wie möglich zu sehen. Und uns ging es diesmal genau so. Eine Woche ist einfach viel zu kurz und wir konnten leider nicht  alle Leute sehen die wir gerne gesehen hätten. Aber es war schonmal toll wenigstens die zu sehen, die wir gesehen haben.

Und natürlich war es auch schön Freiburg wieder zu sehen. Das ist ja allein visuell schon eine Freude:

Für uns war es ein komisches Gefühl wieder in Deutschland zu sein, vor allem weil es so kurzfristig war. Da konnten wir uns mental gar nicht so richtig darauf vorbereiten. Man fährt durch die Strassen und es fühlt sich erstmal an, als ob man nie weg gewesen wäre. Seltsam. Und man sieht schnell was es in Deutschland alles Tolles gibt – z.B. Aldi. Da haben wir erstmal ca. 10kg Süsszeug gekauft, welches in Kanada schwer bis gar nicht zu beschaffen ist (z.B. das grandiose Schoko & Keks). Leider mussten wir Freiburg dann aber schon wieder viel zu schnell verlassen. Wenigstens haben wir ein paar Andenken aus der Heimat mitnehmen können. Die werden allerdings viel zu schnell aufgegessen sein.


Wohnungslos, arbeitslos – jetzt geht’s los!

Wir haben heute unsere Wohnungsübergabe gehabt. Es ist alles gut gelaufen und der Auszug ist endlich über die Bühne. Was für ein seltsames Gefühl keinen einzigen Schlüssel mehr in der Tasche zu haben. Vielen Dank nochmal an all die fleissigen Helfer die uns unterstützt haben – ihr habt uns unglaublich viel abgenommen.

Nachdem jetzt alles erledigt ist kann es losgehen! Morgen Mittag fährt unser Zug nach Frankfurt. Nach einem kleinen Zwischenstopp bei einer Freundin geht’s dann am Samstagmorgen in den Flieger. Unsere Flugroute ist:

  • Frankfurt -> Toronto, Dauer: 8:15h
  • Aufenthalt Toronto, Dauer: 6h
  • Toronto -> San Francisco, Dauer: 5:45h

Insgesamt sind wir also ca.  20h unterwegs. Das wird lustig. 🙂


Komprimierter Lesestoff

Das Gerät hier links ist ein Kindle (sprich „Kindl“ – wie ein Bayer :)):

Das ist ein E-Book Lesegerät von Amazon. Meine verrückten Arbeitskollegen von Inxmail haben mir so einen zum Abschied geschenkt – danke Jungs und Mädels! Für Reisende bietet es einen entscheidenden Vorteil: Es wiegt, mit Hülle, nur 250gr und man kann über 1000 Bücher darauf speichern. Zum Vergleich: Das Buch daneben wiegt 2020gr – also fast das zehnfache. Und dann hat man ja erst ein Buch… Ein weiterer Clou des Kindle ist dass die Batterie über drei Wochen hält, weil nur beim Blättern Strom verbraucht wird (E-Ink Technologie).

Ich habe jetzt also auf jeden Fall genug Platz für ausreichend Lesestoff.


Letzter Arbeitstag

Gestern war mein letzter Arbeitstag. Meine Zeit als Softwareentwickler und Technical Consultant bei Inxmail war richtig gut. Genauso herzlich wie ich aufgenommen wurde, wurde ich auch verabschiedet. Ich hatte super nette und hilfsbereite Kollegen, habe viel gelernt und mich stets als Mensch, und nicht bloß als Ressource, gefühlt. Es sagt viel über eine Firma aus wenn sie auch in ihre Mitarbeiter investiert anstatt nur zu nehmen. Von daher habe ich es mir nicht nehmen lassen für meine lieben Inxmailer ein bisschen Donauwelle zu backen und mein Statement klar zu machen:

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Danke Inxmail – es war schön bei euch!


Musik aus der Dose

Wenn man so lange unterwegs ist, will man natürlich auch Musik hören. Auf unseren iPod passt zum Glück unsere gesamte CD-Sammlung. Nur Boxen für unterwegs hatten wir noch keine. Warum also nicht welche bauen?

Die Boxen sollten transportabel, klein und robust sein. Schließlich werden sie ja häufig im Rucksack transportiert werden.

Der Ausgangspunkt für diese kleine Bastelei waren Lautsprecher aus alten Computerboxen und eine hübsche Teedose die eigentlich auf den Sperrmüll sollte:

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Damit der Lautsprecher in die Teedose passt, musste ich die Ecken absägen:

Danach wurde die Verkabelung gelötet (danke an Simon für den Lötkolben). Die Box hat zwei Cinch-Eingänge, die auf den gleichen Lautsprecher gehen – schließlich gibt’s nur eine Box, man will aber trotzdem beide Kanäle hören:

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Damit der Lautsprecher oben in der Dose sitzt und nichts scheppert, habe ich ein Gestell aus Pappe gebaut, auf dem der Lautsprecher dann liegt:

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Zum Schluss wurde der Lautsprecher noch mit Heisskleber am Dosenrand fixiert damit er nicht wackelt und fest in der Dose sitzt:

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Fertig ist die portable Musikbox! Mit geschlossenem Deckel ist der Lautspecher perfekt für den Transport im Rucksack geschützt. Und nett ausschauen tut’s obendrein:

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Mit dem was aus Handies oder Laptops kommt kann die Teedose durchaus mithalten, bzw. es (glückklicherweise) übertreffen. Für Hyper, Hyper! reicht’s auf jeden Fall! 🙂


Suspekte Personen

Gestern habe ich mich zum letzten Mal für lange Zeit mit zwei Freunden getroffen. Solche „letzten“ Treffen wird es die nächsten Wochen wohl noch öfter geben. Wir hatten einen super Abend zusammen und es war toll die beiden nochmal zu sehen.

Kurz bevor ich dann ins Bett gehen wollte habe ich zwei dunkle Gestalten in unserem Hof bemerkt. Sie schienen irgendetwas mit ihren Taschenlampen zu suchen. Das ganze kam mir komisch vor. Ich wollte schon runterrufen dass ich gleich die grünen Männchen hole wenn sie sich nicht vom Acker machen, bemerkte dann aber noch rechtzeitig dass es sich bei den beiden dunkel gekleideten Personen bereits um zwei Ordnungshüter handelte… 🙂 Was die wohl in unserem Hof gesucht haben?