Archiv der Kategorie: Essen

PNE Vancouver

Die PNE (Pacific National Exhibition) ist eine Art Messe in Vancouver, die den ganzen Sommer über geöffnet hat. Da viele Leute davon schwärmen, haben wir uns das gestern Abend mal selbst angeschaut. Der Eintritt kostet normalerweise 16$. Gestern waren es, aufgrund einer Spezialaktion, jedoch nur 5$:

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Hinter dem Haupteingang befindet sich das Playland. Dort gibt es allerlei Fahrgeschäfte:

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Darunter befindet sich sogar ein deutsches Abenteuerhaus, das „Cuckoo Haus“:

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Neben den Fahrgeschäften gibt es auch jede Menge Buden die Essen und Getränke verkaufen. Man kann z.B. eine Tüte Mini Donuts für 5$ kaufen. Sie werden mit dieser Maschine frisch vor den Augen des Kunden gefertigt:

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In der Mitte kommt der Teig raus. Dieser fällt in eine Spirale mit heissem Öl. In der Spirale schwimmen die Donuts dann im Fett langsam im Kreis nach aussen bis sie dann – fertig gebacken – durch ein Förderband vom Fettbad in die Auslage kommen. Mann bekommt sie dann mit Zimt und Zucker frisch serviert. Sehr lecker!

Die Landwirtschaft ist auf diesen Messen auch immer vertreten. Auf der PNE gibt es Ställe in denen man die gängigen Nutztiere besuchen kann. Dort wird einem auch der Ursprung des Essens näher gebracht, z.B. durch Melkvorführungen. Mit viel Trara wurde ein Schweine- und Gänserennen inszeniert. Hier sieht man die Schweine um die Ecke flitzen:

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Wir haben auch ein paar kanadisch kulinarische Kuriositäten entdeckt. Das Geschäftsmodell dieses Standes ist es, alles mögliche zu frittieren und es dann zu verkaufen:

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Wir waren hin und her gerissen zwischen der frittierten Gurke („deep fried pickle“) und dem frittierten Snickers („deep fried snickers“). Am Ende hat sich dann aber doch das Snickers durchgesetzt:

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Snickers, umhüllt mit süsslichem Maismehl Teig, liebevoll gebadet in Fett und anschließend sorgfältig mit Zucker bestäubt. Da geht einem doch glatt das Herz auf.

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Got Ham?

Wir haben ja vor kurzem einen Gutschein für das Gotham Steakhouse bei der Kissenschlacht Tombola gewonnen. Der Gutschein war für 100$, unsere Freunde meinten dazu nur: „das werdet ihr auch brauchen“. Und in der Tat, in der Weinkarte finden sich etliche Weine für 800$ und mehr. Aber wir sind ja nicht gekommen um überteuerten Wein zu kaufen sondern um ein bisschen auszugehen. Dresscode ist „Smart Casual“, das kriegen wir hin:

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Man betritt das Restaurant durch einen sehr imposanten Eingang. Sitzt man dann am Tisch, erklärt einem die Bedienung erstmal die verschiedenen Steaks und wie das alles funktioniert. Man bezhalt für alles separat: Fleisch, Beilagen, Gemüse. Das summiert sich am Ende ganz nett. In unserem Fall hatten wir ein Porterhouse Steak (63$), ein halbes gefülltes Hähnchen (33$), einmal Kartoffelbrei (7,50$), Spinat (11$), einen O-Saft (4$) und ein kleines Glas Gewürztraminer (11$) – was sich übrigens sehr lustig anhört wenn Kanadier versuchen es auszusprechen (noch lustiger hört es sich vermutlich an wenn wir versuchen es wie die Kanadier auszusprechen). 😀

Und so sieht’s auf dem Teller aus:

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Die Klientel im Restaurant war auch interessant. Hinter uns saß eine siebenköpfige chinesische Familie die aussah als ob sie einfach ganz normal zum Abendessen vorbeigekommen wäre (in Vancouver gibt es viele sehr reiche Chinesen). Und sonst sah man aufällig häufig ältere Herren jungen Damen gegenüber sitzen. Wir fühlten uns also rundum wohl.

Das Essen war sehr gut. Das Hühnchen super lecker und das Steak wirklich der Knaller. Aber ob ich dafür an normalen Tagen und ohne Gutschein über 150$ (Trinkgeld nicht vergessen) bezahlen würde – ich bezweifle es ernsthaft. Aber jeder hat ja so seine eigenen Prioritäten. Es war auf jeden Fall toll dass uns der Gutschein den Besuch ermöglicht hat.


Gekochte Hühnerfüße

Am Sonntag hat uns eine Freundin gefragt ob wir mit kommen wollen zum Dim Sum essen. Das sind chinesische Tapas oder Häppchen. Als sie sagte dass es da gekochte Hühnerfüße gibt (ihr Leibgericht – sie ist halb Chinesin) dachte ich mir, da muss ich hin. Ich will ja immer alles einmal probieren, daher habe ich Achim überredet und los ging’s. Das Restaurant war richtig schön chinesisch, die ganze Karte in chinesisch mit englischem Untertitel. Man bestellt, indem man auf die Karte schreibt wieviel man von was möchte.

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Das scheint in Asien recht weit verbreitet zu sein, bei manchen Sushi-Läden ist das auch so.

Nach einer Weile kamen dann unsere Gerichte. Da wir zu sechst waren und jedes Gericht nur ein kleiner Happen ist, kamen ziemlich viele.

Angefangen hat es mit diesen schleimigen Knödeln. So etwas wie eine Fischfrikadelle in eine Reisnudel gewickelt und dann gekocht.

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Darauf folgten noch jede Menge weitere, in Reisnudeln eingewickelte, Frikadellenvariationen. Wer keine Reisnudeln mag, kann in Teig gekochte oder gebackene Soßen essen. Das kommt auch in verschiedenen Variationen. Daher ist für jeden etwas dabei.

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Und dann gab es natürlich noch das Highlight des Tages, die gekochten Hühnerfüße.

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Am gruseligsten, muss ich sagen, fand ich dass sie aussehen wie gekochte Kinderhände. Das hat mich doch einiges an Überwindung gekostet da rein zu beißen. Geschmacklich könnte man auch einfach gekochte Hühnerhaut in einer guten chinesischen Soße essen. Aber da würde natürlich der Gruselfaktor fehlen. 🙂

Abgeschlossen haben wir das Ganze dann mit Dessert. Das Eiertörtchen war nicht schlecht aber doch eher gewöhnungsbedürftig, weil es schmeckt wie Ei mit Zucker.

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Alles in allem ’ne super Erfahrung aber ich glaube einmal im Leben gekochte Hühnerfüße ist genug für mich.


Zusammenwerfen und kräftig umrühren

Die Leute sind ja immer auf der Suche nach neuen Ideen. Eine gängige Methode ist, bereits Bekanntes zu mischen und damit etwas neues zu schaffen. Das funktioniert manchmal ziemlich gut. Zum Beispiel Musik: man mische Sick Of It All und Scooter und heraus kommt dabei Enter Shikari.

Mit Essen geht das auch wunderbar. Wir waren letztens mal wieder in den USA und haben von einem Mischprodukt Wind bekomment, das man bei Trader Joe’s erstehen kann:

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Es handelt sich hierbei um Schokoladenchips – also Kartoffelchips umhüllt mit Schokolade:

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Wir haben die schokoladenüberzogenen Riffelchips natürlich gleich mitgenommen und daheim getestet. Hier der erste Eindruck des Testpiloten:

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Nach einer kurzen Phase der geschmacklichen Orientierungslosigkeit kamen wir beide zum Schluss dass diese Mischung nicht so wirklich gelungen ist. Vielleicht vergleichbar mit „Hansi Hinterseer trifft Slayer“?


Schießwütige Holzfäller

Während wir den Sonntag mit einem königlichen Frühstück gestartet haben, haben draussen die Rehe gegrast:

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Ansonsten haben wir gemacht, was man so auf kanadischen Waldhütten macht. Zum Beispiel rumballern:

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Ziel war es die Getränkedosen zu treffen. Das ist schwerer als es aussieht:

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Wir hatten auf jeden Fall unseren Spass:

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Eine wichtige Wärmequelle auf der Hütte ist der Holzofen. Deshalb haben wir auch ein bisschen Holz gespalten:

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Naja, wir haben eher Kelly dabei zugeschaut wie die Kanadier das so machen. Wir Weicheier hatten nämlich so unsere Probleme die großen Stücke frischen Douglasienholzes gespalten zu bekommen.

Was gibt es besseres als einen arbeitsreichen Tag (*hüstel*) mit einem ordentlichen Abendessen ausklingen zu lassen? Brandi hat uns mit Lachs auf dem Zedernbrett (Cedar Plank Salmon), Yam (Süßkartoffeln) und dazu Maiskolben verwöhnt:

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Lecker! Und danach gab’s dann Marshmallows und Smores am Lagerfeuer:

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Smores bestehen aus Marshmallow, Schokolade und Karamell zwischen zwei Butterkeksen. Das Ganze dann erhitzen und versuchen sich beim Essen nicht völlig zuzusauen. Viel Erfolg!


Toroiden zum selber machen

Bagels sind hier in Kanada ganz hoch im Kurs und ich habe mich schon immer gefragt warum die eigentlich das Loch in der Mitte haben. Kürzlich wurde das Geheimnis hinter der Form jedoch gelüftet: Bagels werden gekocht, und mit der toroidalen Form erreicht man ein gleichmäßigeres Ergebnis. Und so gehts:

Man mache einen recht trockenen Brotteig und lasse ihn ein bisschen aufgehen (normalerweise sind sie gesüßt, wir lassen den Zucker jedoch weg). Dann formt man „Schwimmringe“ aus dem Teig. Das funktioniert ganz gut mit einer Kugel als Ausgangsform, in die man mit den Fingern dann einfach ein Loch reindrückt:

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Wenn dann alle  Bagels geformt sind, wirft man sie in kochendes Salzwasser:

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Man lässt sie dort ca. eine Minute oder bis sie von alleine an der Oberfläche schwimmen. Dann fischt man sie, z.B. mit einer Gabel, heraus. Die Bagels haben die Tendenz ein bisschen am Topfboden zu kleben, deshalb sollte man sie, wenn man alle im Topf hat, kurz mit einer Gabel wenden.

Nun kommen die Ringe auf ein Backblech und dann ab in den Ofen (vorheizen, 180°C). Nach ca. 20min. sollten sie durch sein und man kann sie wieder rausholen:

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Man serviert sie – gerne auch warm – mit süßem oder herzhaftem Belag:

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Wenn man es richtig kanadisch machen will belegt man sie mit viel Rührei, Speck, Tomaten und Salat – je mehr desto besser! Guten Appetit!


Der Morgen aus der Friteuse

Unsere Gastgeber in Tofino sind nicht nur begeisterte Surfer, sie kennen sich auch sehr gut in Tofino aus. Sie haben uns von diesem Café erzählt in dem man herzhafte Frühstücks-Doughnuts bestellen kann. Also nichts wie hin! Und so sieht er aus, der „Bro Nut“:

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Ein waschechter Doughnut mit Salat, Speck, Cheddar Käse, Tomate und frittiertem – was sonst? – Ei.

Und zum Nachtisch dann noch ein Maple Bacon und ein Boston Cream Doughnut:

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Exzellenter Start in den Tag!