Archiv der Kategorie: Alles mögliche

Sprachpanscher

„Tut mir leid, Herr Müller ist gerade in einem Meeting“. „Ich geh‘ noch kurz zum shoppen in die Stadt – bei H&M ist gerade ein Sale“. „Wir sollten einen Benchmark durchführen um zu ermitteln welchen Impact die Business-Strategie für die Stakeholder hat“. Aha. Geht das auch mit weniger Schmerzen für das Sprachzentrum? Deutsche sind astreine Sprachpanscher. Ich habe mich schon darauf gefreut dass das in Kanada anders sein wird. Hier wird es wohl kaum angesagt sein, Sätze mit anderssprachigen Wörtern „aufzupeppen“. Ha, ich habe nicht mit den Deutschen gerechnet! Diese Anzeige von VW habe ich kürzlich im Georgia Straight in Vancouver gesehen:

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„Up to 5.000$ off – Perfekt“. „Perfekt Engineering. Perfekt Price.“ Das sind sie schon wieder, diese Schmerzen.

Zu meinem Erstaunen können die Kanadier aber auch ganz gut panschen. Und zwar mit, wie könnte es auch anders sein, deutschen Wörtern. Es gibt die „Angst“, den „Kindergarten“, den „Doppelgänger“, das „Hinterland“. Ein Ferrari ist „über expensive“ und wenn jemand nießt, wünscht man ihm „Gesundheit“. Da drängt sich doch einem der Verdacht auf, die deutsche Sprache ist wie ein Billigwein aus der Mosel, den man beliebig bis zur Unkenntlichkeit verpanschen kann. Kann sich noch jemand an Schleckers „For You. Vor Ort. “ erinnern?

Auch im Artikel „Obliterate Corporate Art“, den ich kürzlich in einer alten Ausgabe des Coast Mountain Magazine gelesen habe, greift man zu meiner Muttersprache, um den Worten mehr Ausdrucksstärke zu verleihen.

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Dort fordert der Author die Kunstszene auf, sich von der Kommerzialisierung abzukehren:

„Simply make art that isn’t a brand. That ought to cause an existential crisis for the entire industry that equates art with fat-truck tourism. So let’s get this straight: No more ski/snowboard designs. No more skateboards, either. No more bug-eyed anime or washed-out watercolours. Black tusk, especially, is verboten.“

Es scheint als wären wir nicht die Einzigen, die wild Sprachen durcheinandermischen. Das gehört wohl irgendwie zum Wandel der Zeit. Es fällt mir schwer, aber ich werde lernen damit leben zu müssen – besonders jetzt, da wir bald wieder in Deutschland sind.


Bulb Fiction

Bin kürzlich über die Doku „Bulb Fiction“ gestolpert. Darin geht es um das Verbot der Glühlampe. Der Film enthält viele interessante Informationen und lässt Fachleute zu Wort kommen die aufzeigen dass die sog. „Energiesparlampen“ für den Verbraucher nicht nur wirtschaftlich fragwürdig sind, sondern dazu auch noch in mehrlei Hinsicht gesundheitlich nicht ganz ungefährlich.

Künstlich herabgesetzte Produktlebenszeiten, Greenpeace die mit Inkompetenz und Ignoranz glänzen, kriminelle Machenschaften der Industrie, hochnäsige Politiker und Pressesprecher und eines der gefährlichsten Gifte in unseren Wohnungen und Häusern. Der Film zeigt ganz deutlich: die „Energiesparlampe“ hat ungefähr den gleichen Charme wie ein Tütengericht von Alnatura. In diesem Sinne: Support your local Biobauer!

Die Doku Bulb Fiction in voller Länger auf YouTube. Für Leute mit weniger Zeit hier eine Kurzfassung. Ach ja, und weil es so schön ist hier noch ein Kommentar von Hagen Rether zum Thema. 🙂


Bitcoin Bankomat

Seit dieser Woche steht in Vancouver der erste Bitcoin Geldautomat der Welt. Er befindet sich im Waves Coffee House an der Ecke Howe und Smithe Street:

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Damit lässt sich die virtuelle Währung nun in echtes Geld umwandeln. Es geht aber auch andersrum – man kann auch Bitcoins für Dollars kaufen:

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Also poliert schonmal eure Grafikkarten – jetzt kann’s so richtig losgehen mit dem Bitcoins ernten!


2012 Blog Review

Hinweis: Dies ist ein von WordPress automatisch erstellter Eintrag.

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 11.000 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 18 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.