Monatsarchiv: Dezember 2013

Rentier & Lebkuchenhäuser

Letztes Jahr war in ganz Vancouver Werbung angebracht dass man auf dem Grouse Mountain die Rentiere vom Weihnachtsmann bestaunen kann. Leider haben wir diese Aktion vepasst, weil wir dachten die Rentiere sind auch noch nach Weihnachten da… Dieses Jahr fand die Aktion wieder statt und natürlich sind wir hin. Es war nur eins von Santa’s Rentieren da, dieses war aber sehr zutraulich. Hier ist es auf dem Weg zu uns, weil es hofft dass man meine Kamara essen kann. 🙂

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Wie immer auf dem Grouse Mountain gibt es einen Ranger Talk (ein Mitarbeiter gibt informationen zur Lebensweise der Tiere). Dabei haben wir gelernt dass ein Rentier ein Karibu ist, welches in Gefangenschaft lebt. Und dass nur die Weibchen im Winter ein Geweih tragen. Ihr Geweih werfen sie im Frühjahr ab und dann wächst ein neues, identisch aussehendes, Geweih heran. Somit kann man ein Rentier an seinem Geweih über die Jahre hinweg erkennen. Zu fressen gibt es für die Rentiere Heu, Flechten, Blätter und, als Leckerlie, Äpfel und Karotten.

Außer dem Rentier gibt es zur Vorweihnachtszeit auf dem Grouse Mounten noch den Nordpol.

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Hier lebt bekanntlich der Weihnachtsmann und fertigt unsere Geschenke – und alle Kinder können ihm dabei helfen. 🙂

Und es gibt auch noch eine Auswahl an Lebkuchenhäusern.

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Man kann einen Stimme abgeben und sein Lieblings-Lebkuchenhaus wählen. Dabei hat man die Qual der Wahl weil alle ziemlich beeindruckend sind. Hier ein Baumhaus.

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Dann ein ganzes Dorf mit Zug, Kirche und zugefrorenem See auf dem Pinguine Schlittschuh laufen.

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Und ein Haus im Wald mit Bären beim Lagerfeuer, einem Yeti und einem Plumsklo, auf dem tatsächlich jemand sitzt und Zeitung liest.

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Die Detail- und Ideen-Vielfalt ist unglaublich. Hier zu guter Letzt ein Blick in ein Schlafzimmer. In der Nacht vom 24. auf den 25. In Kanada kommt der Weihnachtsmann in der Nacht vom 24.  auf den 25. durch den Kamin und bringt die Geschenke während alle schlafen.

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Modelliert ist das Ganze meiner Meinung nach aus Zuckerpaste, daher könnte man es sogar essen, wenn man keine Angst vor einem Zuckerschock hat. Aber ich glaube diese Lebkuchenhäuser sind eher zum bewundern als zum essen gedacht.

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Trinity Street

In der Trinity Street in Vancouver wird seit ein paar Jahren ein Häuserwettschmücken an Weihnachten veranstaltet. Das liegt ein bisschen ausserhalb und hin kommt man mit dem Bus:

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Die Busse wünschen einem um Weihnachten schöne Feiertage (jedoch nicht schöne Weihnachten – das wäre diskriminierend in so einem kulturellen Schmelztiegel). Sehr nett.

Erstmal in der Trinity Street angekommen sieht man gleich dass es hier ernsthaft zur Sache geht:

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An Lichtern wird nicht gespart:

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Aufblasbares steht hoch im Kurs:

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Und die Lebkuchen-Männer dürfen auch nicht fehlen:

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Bei manch einem sieht man vor lauter Lichtern das Haus fast nicht mehr:

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Der Ausflug zur Trinity Street war sehr beeindruckend und hat sich sehr gelohnt. Sowas haben wir in Deutschland noch nicht gesehen.


‚Tis the season

Es weihnachtet schon sehr und in jedem Laden hört man ununterbrochen Weihnachtslieder. Im Foyer unserer Firma steht auch seit einer Weile der obligatorische Tannenbaum in perfekter Kegelform:

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Unser neues Firmengebäude muss irgendwie wesentlich teurer in der Miete sein. Während wir als Mieter in unserem alten Firmengebäude letztes Jahr nur ein Schokocroissant und ein paar Kekse erhalten haben, wurden wir dieses Jahr ziemlich schick im Four Seasons Hotel empfangen, wo es lecker Schnittchen, Sekt und Unterhaltungsmusik gab. Es war relativ dekadent. Leider hatte ich keinen Photo dabei.

In meiner Firma gab’s letzte Woche Weihnachtsfeier in der Über Lounge im Steamworks Brew Pub:

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Nicht ganz so schick wie letztes Jahr im Fairmont Pacific Rim, dafür etwas formloser und das Essen war auch super lecker. Und natürlich gab’s das Bier aus der Hausbrauerei frisch gezapft.

Dann können die Feiertage ja so langsam kommen.


Postgeheimnis

Wir Deutschen sind ja im allgemeinen sehr paranoid. Das sieht man z.B. an dem NSA Skandal. Ich habe das Gefühl das wird in Deutschland wesentlich stärker diskutiert als in Nordamerika. Vielleicht kommt unsere Vorsicht wegen unserer Landesgeschichte, in der wir ja schön öfters schlechte Erfahrungen mit Regierungen gemacht haben.

Wie auch immer, die Nordamerikaner sehen das nicht so eng. Auf dieser Abo-Postkarte, die dem Schlagzeugmagazin DRUM! beiliegt, trägt man für die Zahlung per Kreditkarte sämtliche Karteninformationen, inkl. Sicherheitscode(!), ein:

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Steht ja unter Postgeheimnis. Und ausserdem: die NSA kennt die Daten ja sowieso schon…


Playmobeat

Ich bin ja ein großer Fan des Schlagzeug Trios Playmobeat. Dieses Jahr gab es jeden Monat ein neues Video von ihnen. Die waren allesamt super kreativ und sind auch für Nicht-Schlagzeuger sehr zu empfehlen da es keine langweilige Solo-Prolo-Show ist, sondern tatsächliche Lieder mit viel Liebe und Humor umgesetzt. Für den Dezember haben sie sich etwas besonderes ausgedacht: Sie haben dazu aufgerufen dass man ihnen doch ein paar Videos einschicken soll (nach Anleitung) und haben das ganze Material dann zu einem gesamt Video verwurstet. Ich habe mir die Möglichkeit einen Beitrag zu leisten natürlich nicht nehmen lassen. Das Ergebnis lässt sich hier sehen:

Ich hatte übrigens Unterstützung von Brian, der mir mit seiner kreativen Ader und einer Nerf-Gun zur Seite gestanden ist. Wer findet den Beitrag?


Eine Woche Deutschland

Kulturschock mal andersrum: wir waren eine Woche auf Heimatbesuch! Wir sind bei super Wetter losgeflogen sodass man die ganzen Berge um Vancouver sehr gut von oben sehen konnte:

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In Frankfurt wurden wir dann von einer grauen Wolkendecke empfangen und schon von oben ist uns aufgefallen wie dicht hier doch alles beeinander ist (Felder, Siedlungen, etc.). Zuhause wurden wir dann von Familie und Freunden super nett empfangen und es war ein freudiges Wiedersehen:

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Und natürlich haben wir die badische Küche sehr genossen:

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Auch auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt waren wir dieses Jahr gefühlte tausend mal:

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Normalerweise bin ich nicht so begeistert davon aber es ist schon schön ein bisschen weihnachtliche Stimmung zu haben. Die kommt in Vancouver nicht so wirklich auf – da hilft auch der German Christmas Market nur begrenzt. Und natürlich fehlen die Nürnberger Lebkuchen in Kanada. Aber dieses Jahr konnten wir vorsorgen. 🙂

Und dem Münster haben wir natürlich auch einen Besuch abgestattet:

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Es ist ja nicht so dass wir einen richtigen Kulturschock bekommen hätten, schließlich kennen wir Deutschland ja, aber manche Sachen sind uns etwas bewusster geworden. Zum Beispiel dass da ganz schön viele Leute auf ganz schön wenig Raum zusammenleben. Alles ziemlich gedrängt. Oder dass es super viele Straßen gibt. Und Umgehungsstraßen. Und Umgehungsstraßen für die Umgehungsstraßen, sodass man keinen Kilometer zuviel fahren muss. Deutsche Effizienz. Und irgendwie haben wir Deutschen es auch mit der Schuld. Die muss festgestellt werden. Oder von sich gewiesen. Oder jemand anderem gegeben. Wenn es ein Problem gibt, dann muss man unbedingt herausfinden wer es denn jetzt genau verursacht hat.

Es war also sehr interessant mit etwas Abstand die Heimat zu besuchen und viele Eigenarten und auch tolle Seiten von Deutschland etwas klarer zu sehen. Aber von einer Sache waren wir definitiv sehr begeistert: dem Essen. Es geht halt nichts über die heimische Küche!